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Photovoltaik-Kosten 2026: Preisvergleich nach Modulpreis-Anstieg

Aktualisiert am 01. Mai 20267 Min. Lesezeit
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Im Frühjahr 2026 sind die Preise für TOPCon-Module um 5 bis 15 Prozent gestiegen. Hauptursachen sind Produktionskürzungen in China bei gleichzeitig hoher Nachfrage am europäischen Markt. Doch wie wirken sich die neuen Modulpreise auf eine komplette Solaranlage aus, und was zahlst du tatsächlich für ein 10-kWp-System mit Speicher?

Aktuelle Preisspannen Mai 2026

Die folgenden Spannen geben die aktuelle Marktrealität für komplette Anlagen wieder, inklusive Wechselrichter, Montage und Inbetriebnahme. Alle Preise sind Nettopreise. Für PV-Anlagen auf Wohngebäuden gilt in Deutschland der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG (siehe weiter unten).

5 kWp ohne Speicher
6.000 bis 9.000 €
5 kWp + 5 kWh Speicher
9.500 bis 12.500 €
10 kWp ohne Speicher
9.150 bis 12.000 €
10 kWp + 10 kWh Speicher
16.500 bis 22.000 €

Vorsicht bei Dumping-Angeboten

Anlagen, die mehr als 15 Prozent unter diesen Spannen angeboten werden, nutzen oft No-Name-Module mit kurzen Garantielaufzeiten oder übriggebliebene Wechselrichter aus Restbeständen. Im Schadensfall hast du oft keinen Ansprechpartner mehr.

Warum die Preise im April 2026 gestiegen sind

TOPCon-Module (Tunnel Oxide Passivated Contact) haben seit 2025 die älteren PERC-Module weitgehend abgelöst. Der höhere Wirkungsgrad von typisch 22 bis 23 Prozent (Premium bis 24 Prozent) und die bessere Schwachlicht-Performance haben PERC im deutschen Markt verdrängt.

Ende März und im April 2026 zogen die Modulpreise mehrfach an, kumuliert rund 5 bis 15 Prozent gegenüber Q1 2026. Auslöser: chinesische Hersteller drosselten die Produktion nach einer Phase mit unauskömmlichen Preisen, parallel stieg die europäische Nachfrage durch die Reform-Frist Ende 2026 stark an. Branchenanalysten wie 1KOMMA5° prognostizieren bis Sommer 2026 weitere Aufschläge bis 20 Prozent.

Was ist im Preis enthalten?

Eine seriöse Anlage umfasst:

  • Solarmodule (TOPCon, n-Typ, Glas-Glas oder Glas-Folie)
  • Wechselrichter (Hybrid für Speicher-Anbindung)
  • Unterkonstruktion und Verkabelung
  • Optional: Batteriespeicher (LFP-Technologie)
  • Smart Meter und Monitoring
  • Komplette Installation und Anmeldung beim Netzbetreiber
  • Mehrwertsteuer 0 % nach § 12 Abs. 3 UStG (für PV-Anlagen auf Wohngebäuden)
  • Inbetriebnahme und Einweisung

Auf den kWp gerechnet zahlst du im Mai 2026 zwischen 1.100 und 1.800 € netto. Die Untergrenze gilt für größere Anlagen ab 10 kWp mit Standard-Modulen, die Obergrenze für Premium-Hersteller wie Meyer Burger oder Aiko inklusive Premium-Wechselrichter.

Garantien und Lebensdauer

Premium-Module bieten 25 bis 30 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre Leistungsgarantie. Bei Heimspeichern auf LFP-Basis (Lithium-Eisenphosphat) ist eine Vollgarantie von 10 Jahren Marktstandard, einige Hersteller wie Solarwatt oder BYD bieten erweiterbare Garantien bis 15 oder 20 Jahre.

Hersteller-Garantie schlägt Händler-Garantie

Achte auf die Hersteller-Garantie, nicht nur auf die Garantie des Installateurs. Wenn der Installateur insolvent geht, hast du sonst nur noch die gesetzliche Mängelgewährleistung. Die Hersteller-Garantie läuft direkt mit dem Modul-Produzenten und ist unabhängig vom Installateur.

Häufige Fragen zu diesem Thema

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